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Donnerstag, 8. August 2013

Satsang vom 3. August 2013 (Auschnitt)



 1)    Die Göttliche Mutter ist für mich irgendwie eine abstrakte Vorstellung. Wie können wir mit der Göttlichen Mutter Kontakt aufnehmen? Welche Praktiken, Rituale, Zeremonien helfen dabei?
SV: Wenn Ihr Kontakt aufnehmen wollt, dann solltet Ihr wissen, dass die Mutter immer in der Nähe ihrer Kinder ist. Wenn Ihr im Geiste haltet, dass die Mutter nahe ist, wenn Ihr Glauben habt und Ihr Sie anruft, dann wird Sie bei Euch sein. Wenn Ihr Sie mit Ritualen glücklich machen wollt, gibt es derer viele. Doch sie sind kompliziert. Ihr müsst sie genau lernen. Doch wenn Ihr die Göttliche Mutter lieben könnt, wie ein Kind die Mutter liebt, ist das der einfachste Weg. Und Sie wird bei Euch sein. Seht, wenn Ihr Gott finden wollt, werdet Ihr Ihn nur in den allereinfachsten Dingen finden. Wenn Ihr betet, wenn Ihr singt, ist das Göttliche Euch nahe. Es ist nicht umsonst. Wenn Ihr zur Göttlichen Mutter betet, wird Sie kommen und wenn Sie will, dass Ihr eine Vision von Ihr habt, dann werdet Ihr ein Vision haben. Doch Ihr müsst Euch darauf vorbereiten. Ihr müsst Euren Verstand vorbereiten. Ihr müsst ihn unter Kontrolle haben. Ihr must ein klares Ziel haben, das gibt eine gewisse Richtung. Wenn Ihr Euch also konzentriert, werdet Ihr stärker und stärker.

2)    Warum hast Du von all den Wegen den hinduistischen Vaishnava und die Russisch Orthodoxe Line gewählt?
SV: Die Mystik im Vaishnava und im Orthodoxen ist ähnlich. Ich bin als Hindu geboren, so wie jeder andere als Hindu geboren ist. Im Hinduismus braucht man keine speziellen Rituale zu machen wenn man geboren wird, wohingegen man in allen anderen Religionen ein bestimmtes Ritual machen muss, um Teil dieser Religion zu werden.

3)    Wie können wir Demut entwickeln, die die Liebe in uns erwecken hilft?
(Es gab viele Antworten aus dem Publikum)
SV: Die kosmische Liebe erwacht, wenn man sich selbst vergisst. Somit kann das Göttliche vollen Besitz von einem ergreifen. Solange man darauf vertraut, dass man es selbst tun kann, ist es gut, denn man muss sich Mühe geben, doch behalte im Hinterkopf, dass Er es ist, der tut. Denkt daran dass Gott alles ist. Dann könnt Ihr Ihn überall finden.

4)    Geliebter Guruji, wie können wir die Worte der Bibel praktisch verstehen, wie z.B. „wenn dich jemand auf die Wange schlägt, gib ihm auch die andere.”
SV: Eure Pflicht ist zu lieben, ganz egal, ob die andere Person Euch liebt oder nicht. Aber wenn Ihr Liebe gebt, dann spielt es keine Rolle, ob sie Euch schlagen oder über Euch tratschen. Ihr liebt sie einfach, seid nicht verunsichert darüber, was andere Euch geben, sondern sorgt Euch darum, was Ihr ihnen gebt. Das ist es, was diese Parabel bedeutet.

5)    Lieber Guruji, nährt Seligkeit,  Ananda, Dämonen und Götter?
SV: Wenn man sich in Ananda befindet, erhebt man sich über Qualitäten. Ananda ist also jenseits von guten und nicht-guten Qualitäten. Im Zustand der Seligkeit existiert weder Gut noch Schlecht. Weder Gut noch Nicht-Gut wird genährt. Man transzendiert die guten und die nicht-guten Qualitäten. Seligkeit ist keine Qualität, sie ist ein Zustand.

Die Frage geht weiter: Bedeutet Unsterblichkeit Befreiung?
SV: Nein, die Devas sind unsterblich, aber nicht befreit da sie an ihr Dharma gebunden sind. Wohingegen wenn Menschen aufsteigen, realisieren sie die Unsterblichkeit der Seele und das macht befreit. Ihr seid nicht durch die Begrenzung der Dinge gebunden, Ihr seid frei im Göttlichen. Die Unsterblichen sitzen und beobachten wohingegen die Befreiten den Herrn erlangen.

6)    Lieber Swamiji, ich würde Dich gerne über die Zeugen Jehovas befragen. Sie glauben, dass nur Jehova der Beste ist und alles andere von Satan genommen ist. Bitte sage uns, was die Wahrheit ist.
SV: Gott lacht darüber. Er sagt: Ich bin Einer mit vielen Formen denn jede meiner Qualitäten ist ein Form. Er ist derselbe Gott mit vielen Qualitäten. Wenn Gott begrenzt wäre, wäre Er nicht Gott. Gott ist in jedem Herzen? Welcher Gott ist es? Hindu, Muslim, Christ… Der Gott der Liebe. Wenn sich alles auflöst, bleibt nur Liebe übrig. Wenn Unwissenheit aus dem Verstand verschwindet, offenbart sich Gott. Es spielt keine Rolle, was die Leute glauben, solange sie glauben und andere nicht kritisieren. Das wird Euch zu besseren Menschen machen. Vor der Religion seid Ihr zunächst einmal Mensch. Das ist sehr wichtig. Ihr müsst den Respekt der Menschheit haben, den Menschen gegenüber.  Man muss die Fenster des Verstandes öffnen, dann wird es klar. Wenn Eure Eltern Euch nicht respektieren, macht das nichts. Ihr respektiert sie, das ist wichtig.

7)    Warum hat Gott Maya erschaffen?
SV: Er hat Maya erschaffen damit er Seine Schöpfung in allem genießen kann. Wenn Er nicht wüsste, wie könnte Er dann Seine Schöpfung genießen?

8)    Swamiji, könntest Du bitte das Erlebnis des Déjà vu erläutern?
SV: Es ist nicht ein Traumzustand. Wenn Ihr schlaft reist Euer Bewusstsein und es fotografiert Eindrücke. Aber wenn die Tatsache im normalen Leben geschieht, erinnert Ihr Euch, dass Ihr es gesehen habt. Der Verstand ist wie ein Aufnahmegerät, alles wird im Verstand aufgenommen. Selbst einen Eindruck, den Ihr an einem Ort hinterlassen habt, könnt Ihr in einem anderen Leben aufrufen. Der Verstand ist das Lagerhaus der Gedanken und er wird es geschehen lassen. Aus diesem Grund müsst Ihr auf jeden Gedanken in Eurem Kopf aufpassen. Das ist Deja vu, ein Eindruck. Bewusstsein ist nicht begrenzt, es gibt keine Wand, um es aufzuhalten.

9)    Ist es möglich, dass das Goldene Zeitalter nicht auf diesem Planeten Erde stattfinden wird, sondern in einer anderen Welt?
SV: Nein, es wird hier stattfinden. Ein Yogi dreht sich im Sat Yug, sie nehmen das Göttliche überall wahr. Eine materielle Person wird sich im Kali Yuga befinden weil sie vor Zerstörung solche Angst haben. Ihr müsst das Goldene Zeitalter jetzt für Euch geschehen lassen. Denn wenn Ihr auf das Goldene Zeitalter wartet, werden selbst Eure Knochen nicht mehr hier sein.

10) Wie entwickelt man vollkommenen Gehorsam und 100%ige Hingabe an den Satguru?
SV: Um diesen Zustand zu erreichen, muss man seinen eigenen Willen entfernen. Die Leute reden immer über Hingabe, es ist bloß reden. Wenn Ihr Euch hingeben wollt, versucht es einfach.

11) Du lehrst uns indische Mantras, Bhajans, Rituale, Aspekte Gottes. Mir ist aufgefallen, dass eine Menge Leute um Dich herum indische Kleider tragen. Müssen wir – in westlichen Ländern – ein „indisches Leben“ leben, um Gott zu realisieren? Hast Du einen Ratschlag?
SV: Es ist ein gewisser Respekt dem Ziel gegenüber. Es geht nicht um indische Kleider, es geht darum, gut gekleidet zu sein. Aber es wird auf dem Weg helfen. Es gibt eine Kleiderordnung für jede Gelegenheit: Kirche, Strand…

12) Wie können wir einem alten Menschen helfen, sich auf das Sterben vorzubereiten (sie redet darüber), wenn diese Person keiner Religion folgt, sondern an etwas absolutes glaubt? 
SV: Ihr müsst ihnen sagen: “Ja, du wirst sterben. Wenn du nicht akzeptierst, dass du stirbst, wirst du auch danach noch leiden. Wenn du es aber akzeptierst, kann es Türen öffnen. Ihr müsst der Person die Angst vor dem Sterben nehmen indem Ihr über die Unsterblichkeit der Seele sprecht.

13) Wer wird das Rüstungsrennen zwischen den Nationen beenden?
SV: Er wird es enden wenn es Verständnis gibt.


1 Kommentar:

Sabine Anu Fritzinger hat gesagt…

Danke Branthi, das auf deutsch zu lesen ist sehr hilfreich. Die gottlichen Worte des Satguru sind einfach wie Nektar!